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Irina Prüm aus Leverkusen

Mein Name ist Irina Prüm, ich bin 44 Jahre alt, verheiratet und habe einen Sohn und eine Tochter. Ich habe u.a.„Projektmanagement Bau“ studiert und bin als Architektin in einer „reichen“ Kommune in der Verwaltung angestellt. Dort war ich unter anderem für den Neubau von vier Kindertagesstätten zuständig. Besonders praktisch und oft sehr hilfreich für die Arbeit im JAEB ist, dass ich durch meinen Job von meinen Kollegen des Fachbereichs Kinder und Jugend „Insiderinformationen“ aus einem Jugendamt erhalten kann.(Das ist natürlich eine gute Position für uns Eltern… nicht so sehr für die Leverkusener Verwaltung…)
Ich bin parteilos und möchte dies auch während meiner Arbeit im JAEB oder LEB bleiben. Ich erhoffe mir davon, unvoreingenommener wahrgenommen zu werden und so mit allen Parteien gleichermaßen zusammenarbeiten zu können. Nach meiner „Kitazeit“ gehe ich vermutlich in die Politik, suche dafür aber noch eine geeignete Partei :-).



Was ist mir wichtig?

"Wer nichts weiß, muss alles glauben." Was nützen die besten Gesetze, wenn niemand davon weiß oder sie nicht umgesetzt werden und die Betreuung darunter leidet? Mir ist daher besonders wichtig, dass Eltern über die Kindertagesbetreuung in NRW informiert werden, um die vorhanden Bedingungen vor Ort verbessern zu können.
In den ersten drei Kitajahren in Baden-Württemberg habe ich erlebt, wie toll Kindertagesbetreuung gestaltet werden kann: Betreuungsquote von 110%, tolle Gebäude, fantastische Ausstattung, guter Betreuungsschlüssel, hochkompetente und engagierte ErzieherInnen- und zwar unabhängig davon, ob es sich um einen öffentlichen oder freien Träger handelt.
Dann der absolute Kulturschock durch den Umzug in meine alte Heimat Leverkusen: erstmal kein Kitaplatz, dann ärmliche Ausstattung, dauerhafte Unterbesetzung, desillusionierte ErzieherInnen – im Vergleich schlichtweg unterirdische Betreuung, die ich teilweise als schädlich beurteile. (Wir konnten die Kita glücklicherweise wechseln und sind jetzt wesentlich zufriedener!)
Nichts desto trotz ist mir wichtig, dass KEIN Kind so betreut wird, wie meine Kinder acht Monate lang betreut wurden. Soviel zu meiner Motivation.
Aber woran lag`s?
Am Platzmangel, dem Personalmangel, den politischen Entscheidungen und letztendlich am Geld.
Ich setze mich seitdem sehr für den Ausbau der Kindertagesbetreuung ein, um die Qualität der Betreuung zu verbessern. Denn so lange es zu wenig Plätze gibt, nehmen Eltern "was sie kriegen können". Selbst wenn sie die Betreuung als unzureichend empfinden, sie trotz Platz nicht erwerbstätig sein können oder den Platz kaum bezahlen können, haben sie häufig keine Wahl.
Zum Thema Platzmangel gehören für mich gleichzeitig Ideen gegen den Personalmangel und eine bessere Finanzierung durch Bund, Land, Kommunen und nicht (!) zu Lasten der Eltern.
Die Vernetzung der Eltern, mit ErzieherInnen und Leitungen, Tagesmüttern und Politikern ist mir dabei ein besonderes Anliegen. Denn ich glaube, nur mit allen zusammen kann etwas bewegt werden, um eine bedarfsgerechte Betreuung für alle Familien zu gewährleisten.
Ich habe in Süddeutschland erlebt, wie die Betreuung sein KANN, und gebe mich nicht zufrieden mit dem Satz „Das geht nicht.“- woanders geht es ja auch :-).
Deshalb finde ich die Arbeit im JAEB und zukünftig gerne im LEB wirklich wichtig.

Kann ich mir für den LEB Zeit nehmen?

Ich arbeite in Teilzeit und habe einen tollen Mann, der mir „den Rücken freihält“. Unser Leverkusener JAEB besteht zum größten Teil aus bereits „JAEB-erfahrenen“ Elternbeiräten (mehr als die Hälfte sind Mitglieder im zweiten oder dritten Jahr), daher kann ich mir jetzt die Zeit nehmen und sie in die LEB-Arbeit investieren.
Vielleicht kann ich im LEB sogar eine Verbesserung für ALLE Kommunen bewirken – so zumindest mein Plan. Dann wäre die JAEB-Arbeit für uns alle sicherlich weniger aufwändig.

Was habe ich bisher gemacht?

Seit mein Sohn 2012 ein Kitakind wurde, habe ich mich im Elternbeirat in der Kita und direkt auch auf kommunaler Ebene engagiert. Die ersten drei Jahre in Baden-Württemberg und seit 2016 in NRW. Ich bin in diesem Jahr zum dritten Mal zur Vorsitzenden des JAEBs Leverkusen gewählt worden und ebenfalls im dritten Jahr als beratendes Mitglied für den Kinder- und Jugendhilfeausschuss delegiert.
Ich habe mich in den letzten sechs Jahren in viele Gesetzestexte, Urteile, Gutachten, Vorschriften und Empfehlungen eingearbeitet, um besser zu verstehen warum die Dinge sind, wie sie sind. Ich konnte dadurch einige Eltern und Elternbeiräte (manchmal auch Kitaleitungen) beraten, informieren, habe aufgeklärt und die unterschiedlichen Beteiligten an einen Tisch gebracht.
In unserem JAEB haben wir seit 2016 viel an Öffentlichkeitsarbeit geleistet, da wir bis dahin relativ unbekannt waren. Heute haben wir eine Website mit Newsletter, eine Facebook-Seite und in den letzten zwei Jahren wurden von uns drei öffentliche Veranstaltungen durchgeführt. Als Vorsitzende und Ausschussmitglied habe ich Pressemitteilungen formuliert, den Kontakt zu Verwaltung und Politik gehalten, Anfragen an die Stadtverwaltung gestellt und Anträge in den Ausschuss eingebracht. Und es trägt Früchte!
Jetzt würde ich meine Erfahrungen gerne auf Landesebene einbringen.

Mich kann man gerne unter Irina74@gmx.de kontaktieren.

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