Konstituierende Sitzung des LEB NRW vom 13.01.2018

In seiner konstituierenden Sitzung am 13.01.2018 im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Düsseldorf hat der neu gewählte LEB die Weichen für seine zukünftige Arbeit gestellt.

14 der 15 gewählten LEB-Mitglieder feilten konstruktiv an den Strukturen des Gremiums und seiner Ausrichtung.

Bei den Wahlen zum Vorstand und stellvertretendem Vorstand wurde die neue Besetzung gewählt.
Mit Victoria Grenz (Bochum), Kjell Riepe (Kempen) und Attila Gümüs (Köln) als Vorsitzende, sowie Matthias Neufeld (Essen), Katja Wegner-Hens (Geilenkirchen) und Nicole Belchhaus (Dortmund) als stellvertretende Vorsitzende, wurde eine hoch motivierte Spitze gewählt.

Weitere detaillierte Informationen und Berichte erfolgen bei der anstehenden Vollversammlung der JAEB in Düsseldorf.


(Foto: Katja Wegner-Hens)

1.Reihe von links:
Katja Wegner-Hens, Nicole Krause, Laura Peloso, Victoria Grenz, Nicole Belchhaus, Suzanne Schwirian
2.Reihe von links:
Tobias Ehmann, Susanne Punsmann, Michail Knaul, Ronny Siegel, Kjell Riepe, Matthias Neufeld, Attila Gümüs, Michael Hagenkamp

Der neue Landeselternbeirat der Kindertageseinrichtungen NRW 2017/2018 ist gewählt

Am Dienstag, dem 5. Dezember wurden im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration die Stimmen zur Wahl des Landeselternbeirats der Kindertagesstätten in NRW öffentlich ausgezählt.

Dem Ministerium und den beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für die Unterstützung bei der Wahl.

Die Ergebnisse der Wahl finden sich HIER.

Viele Grüße,
euer LEB NRW

Besuch Kita aktiv Düsseldorf 27. Januar 2015 – Beitrag von Alexandra Ledwon und Nadine Dickhof

Bei der Kita aktiv handelt es sich um einen Infotag für pädagogische Fachkräfte. Der Infotag soll das Berufsbild und Arbeitsspektrum in einer Kita vorstellen, pädagogisches Personal informieren, vor allem aber Fachkräfte sowie Interessierte gewinnen. Initiatoren sind Träger, Verbände, Fachschulen, Fachhochschulen, die Agentur für Arbeit sowie die Landeshauptstadt Düsseldorf. Bevor eine Vielzahl von informativen Workshops durchlaufen werden konnte, gab es in Fachvorträgen und neben der Begrüßung des Oberbürgermeisters die Möglichkeit in einerTalkrunde mit Vertretern der Stadt (Burkhard Hintzsche – Dezernent für Jugend, Schule, Soziales und Sport), dem Familienministerium, vertreten durch Frau Friedrich, sowie der Vertreterin, Frau Bellstedt, der Paritätischen, kontrovers zu diskutieren, welches das anwesende Forum auch nutzte. Interessante Kontakte konnten wir sowohl dort, als auch in den Workshops knüpfen. Ebenso ergriffen wir die Möglichkeit eines kurzen Austausches mit Frau Friedrich als Repräsentantin des Familienministeriums. Infostände im Entree boten die Möglichkeit mehr über Träger und Kitas in und rund um Düsseldorf in Erfahrung zu bringen. Positiv aufgefallen war hier, dass einige Träger ihre Betreuungszeiten in Düsseldorf bereits auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Eltern umgestellt haben, bzw. sich diesen annähern. Eine Betreuung bis 18.00 Uhr sowie nach Absprache auch samstags stellt hier kein Problem dar – dies ohne großen finanziellen Mehraufwand für die Eltern. Die Workshops wurden von uns in großer Bandbreite besucht, z.B. gehörten hierzu die alltagsintegrierte Sprachförderung, Partizipation mit den Jüngsten, die Kita in der Zukunft, Männer in Kitas, Inklusion und vieles mehr.
Für alle, die mehr über das Thema in Erfahrung bringen möchten, haben wir Zusatzinfos verlinkt, die nachstehend abgerufen werden können. Wir haben viele junge Menschen getroffen, die motiviert sind unseren Kindern eine tolle Kitazeit zu ermöglichen.

Alexandra Ledwon und Nadine Dickhof

 

Flyer Kita aktiv 2015 in Düsseldorf

Quelle: http://www.radio901.de

http://www.fruehe-chancen.de/fileadmin/PDF/studie_kita_2020.pdf
Studie Kita 2020 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend , Frau Prof. Julia Schneewind Hochschule Osnabrück zum Thema Ausbau und Qualität der Kindertagesbetreuung

 

Neuer Landeselternbeirat 2014/2015 gewählt

Am Montag, dem 8. Dezember wurden im Miniterium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport die Stimmen zur Wahl des Landeselternbeirats der Kindertagesstätten in NRW öffentlich ausgezählt.
Dem Ministerium und den beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für die Unterstützung bei der Wahl.

Es wurden folgende Vorsitzende oder Delegierte der Jugendamtselternbeiräte in den Landeselternbeirat gewählt (Auflistung in der Reihenfolge der Stimmen):

Susanne Moers, Michael Suntrup, Nadine Dickhof, Önder Balkaya, Anke Tenhumberg, Marcel Preukschat, Barbara Hofbauer, Ralf Knocke, Dr. Tina Sell, Hans Weller, Attila Gümüs, Andreas Ronig, Kathrin Schäpers, Alexandra Schneiders, Johannes Wingenfeld

Ergebnisse zum Downloaden: Wahlergebnissmatrix 8.12

Wir gratulieren den gewählten neuen (und zum Teil auch wieder gewählten) Mitgliedern des Landeselternbeirats und freuen uns über das Vertrauen, das die Jugendamtselternbeiräte ihnen mit der Wahl ausgesprochen haben.

Das kommende Jahr wird sicher spannend und arbeitsreich, so wie es auch das vergangene Jahr war.

Wir sehen einem erfolgreichen Jahr mit einem gut aufgestellten Team entgegen und möchten uns noch einmal beim scheidenden Team für die aufopferungsvolle und gute Arbeit im Kindergartenjahr 2013/2014 bedanken.

Euer LEB.

Presseinformation zum 3. Krippengipfel NRW am 11.04.2013

Düsseldorf, 12.04.2013

Mehr Kita-Plätze und mehr Planungssicherheit für Eltern, Jugendämter und Träger: über diese zentralen Themen des gestrigen Krippengipfels herrschte  zwischen allen Beteiligten Einigkeit. Auf Einladung von Frau Ministerin Ute Schäfer vertraten die Vorsitzenden Markus Quetting und Gloria Kaminski den Landeselternbeirat Kita NRW und damit die Interessen von über 500.000 Kita-Kindern und ihren Eltern in NRW.

„Die gemeinsamen Bemühungen aller am U3-Ausbau Beteiligten verdienen Anerkennung und sind für uns Eltern ein wichtiger Schritt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, erklärt Gloria Kaminski. „Wir begrüßen den Konsens, daß über das Erreichen dieses Etappenziels hinaus der Kita-Ausbau weitergehen muß. Denn es ist zu erwarten, daß die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Zukunft weiter steigen wird.“

Die Vertreter des Landeselternbeirates betonen, daß der Ausbau nicht zu Lasten der Qualität in den Einrichtungen erfolgen darf. „Eltern nehmen die Kita zunehmend als erste Bildungseinrichtung wahr. Um den Bildungsauftrag umsetzen zu können, ist neben der nötigen finanziellen Ausstattung insbesondere die personelle Situation vor Ort entscheidend.“, so Markus Quetting. „Wir Eltern wünschen uns einheitliche und verbindliche Bildungs- und Qualitätsstandards.“

Eine klar geregelte Anmeldefrist und ein transparentes, elternfreundliches Anmeldeverfahren sollen künftig für mehr Planungssicherheit sorgen. Die konkrete Umsetzung wird, so der übereinstimmende Wille aller Beteiligten, nun in einer Arbeitsgruppe erarbeitet.

Die Vertreter des Landeselternbeirates weisen darauf hin, neben allem notwendigen Fokus auf den U3-Ausbau ebenso den Rechtsanspruch der Ü3-Kinder zu erfüllen. „Uns erreichen vermehrt Beschwerden von Eltern, die keinen Betreuungsplatz für ihr dreijähriges Kind bekommen“, so Markus Quetting. „Auch die Betreuung von über dreijährigen Geschwisterkindern in derselben Einrichtung ist mitunter nicht mehr sichergestellt.“

Aus Sicht des Landeselternbeirates ist es daher wünschenswert, den U3-Ausbau über zusätzliche Plätze zu erreichen, so dass schließlich mehr Kinder eine Kita besuchen können. „Ziel muß sein, dass ein bedarfsgerechtes, sozialraumgerechtes Platzangebot durch die Kommunen bereitgestellt wird ohne Bevorzugung der einen oder der anderen Altersgruppe“, so Gloria Kaminski. „Die Versorgung kann nicht alleine durch ein Angebot zentraler Plätze bzw. Plätze in anderen Stadtteilen abgedeckt werden.“

Stellungnahme des LEB NRW zum Platzangebot für U3- und Ü3- Kinder

Wir hoffen im Interesse der Kinder und Eltern, dass in NRW zum August 2013 ein bedarfdeckendes Angebot von Kitaplätzen zur Verfügung steht.

Auf dem letzten Krippengipfel wurden konkrete Probleme beim Ausbau von U3-Plätzen benannt, diese hängen auch mit unterschiedlichen Bedingungen vor Ort zusammen. Manche Kommunen beklagen bürokratische Hürden, fehlende Grundstücke und zu geringe Investitionsmittel, andere befürchten, dass ErzieherInnen fehlen, um die steigende Zahl von Kleinkindern zu betreuen.

Darüber hinaus ergibt sich nun in einigen Kommunen die Situation,   dass der U3 Ausbau offenbar zu Lasten des Ü3 Ausbaus geht und  Eltern hier nun oftmals keinen Betreuungsplatz für ihr 3jähriges Kind bekommen. Auch die Betreuung von über dreijährigen Geschwisterkindern in derselben Einrichtung ist mitunter nicht mehr sichergestellt.

Bei der reinen Umwandlung von Ü3 Plätzen in U3 Plätze kommt es insgesamt zu einem Rückgang der absoluten Platzzahlen, da bei Plätzen für unter 3jährige Kinder ein erhöhter Personal- bzw. Raumschlüssel angesetzt wird. Schon alleine aus diesem Grund ist es aus unserer Sicht wünschenswert, den U3 Ausbau über zusätzliche Plätze zu erreichen, so dass schließlich auch mehr Kinder eine Kindertageseinrichtung besuchen können. Es muss daher unseres Erachtens Ziel sein, dass ein bedarfsgerechtes Platzangebot durch die Kommunen bereitgestellt wird, ohne Bevorzugung der einen oder der anderen Altersgruppe. Das Platzangebot in den Kindertageseinrichtungen sollte entsprechend dem tatsächlich bestehenden Bedarf genutzt werden können, eine übergangsweise Belegung von aus Landesmitteln geförderten U3-Plätzen mit Ü3-Kindern sollte möglich sein. Für jede Betreuungsform – ob für U3 oder Ü3 – müssen genügend Plätze mit einem bedarfsgerechten Stundenkontingent in Wohnortnähe bzw. stadtteilbezogen zur Verfügung stehen.

Für uns Eltern steht das Wohl unserer Kinder stets an erster Stelle! Ohne ausreichende und gleichzeitig qualitativ hochwertige Betreuungsangebote können wir unseren beruflichen und familiären Verpflichtungen nicht nachkommen. Auch der Stellenwert eines nachbarschaftlichen Netzwerkes für erwerbstätige Eltern, beispielsweise bei Schließzeiten der Kindertageseinrichtung, darf nicht unterschätzt werden. Daher kann die Versorgung nicht alleine durch ein Angebot zentraler Plätze bzw. Plätze in anderen Stadtteilen abgedeckt werden; entscheidend ist eben, dass genügend  bedarfsgerechte Betreuungsangebote in Wohnortnähe zur Verfügung stehen.

Für unsere Kinder bedeutet das fehlende Angebot fehlende Bildungsteilhabe, auch ist der Sozialraumaspekt ein sehr wichtiger Faktor. Kinder müssen Kontakte in ihrem sozialen Umfeld knüpfen, erhalten und pflegen können. Z.B. Vorschulkinder sollten später einen gemeinsamen Schulstart erleben können.

 

Auch die Kommune hat gem. § 80 SGB VIII eine Planungsverantwortung.

Nur wenn eine Kommune nachweislich anhand von frühzeitig erhobenen Bedarfszahlen (z.B. mittels Online-Abfrage oder Fragebögen)  Angebote – vielfältig und aufeinander abgestimmt – vorhält, wird sie unser Erachtens ihrer Planungsverantwortung gerecht. Oftmals führen nicht nur fehlende Geldmittel zu einer Minderversorgung an Plätzen, sondern auch der Ausbau in Regionen, in denen eine geringe Nachfrage nach U3 Plätzen vorliegt; diese Plätze fehlen mitunter in Bezirken, die eine andere Elternstruktur haben.

Eine Sorge der Eltern im Zusammenhang mit einer Betreuung in Tagespflege ist mitunter die Zuverlässigkeit (z.B. bei Krankheitsausfall). Interessant wäre in diesem Zusammenhang neben Tagesmüttern auch an Großtagespflegestellen zu denken, die gerade bei geringeren Buchungswünschen eine gute Alternative darstellen können. Gerade für sehr kleine Kinder eignet sich diese Betreuungsform. Jedoch sind Eltern, die ihre Kinder in der Tagespflege haben, leider oftmals finanziell schlechter gestellt, da bei Tagesmüttern Zuzahlungen üblich sind. Weiterhin muss die Qualität der Leistung an den Bildungsaspekt der Kita anknüpfen.

Ein erfolgreiches Modell der Betreuung der U3 Kinder in der Tagespflege funktioniert allerdings nur, wenn im jeweiligen Sozialraum auch ein ausreichendes Angebot für Ü3 Kinder vorgehalten wird, denn Kinder aus der Tagespflege benötigen ab drei ebenso einen Kitaplatz.

Unsere Idee ist hier, eine Art Clearingstelle in den Kommunen oder Landesjugendämtern einzurichten, an die sich Eltern wenden können, wenn der Rechtsanspruch nicht in Wohnortnähe oder nicht in der gewünschten Betreuungsform angeboten wird.

Frühkindliche Bildung ist eine wichtige Investition in die Zukunft, für die Geldmittel im ausreichendem Umfang von Bund, Ländern und Kommunen bereit gestellt werden müssen.

Stellungnahme des LEB NRW zum Thema Platz-Sharing

NRW, 11.1.2013. Eltern wünschen sich ein flexibles und bedarfsgerechtes Betreuungsangebot, um selbst flexibel auf den Arbeitsmarkt reagieren zu können. Die Möglichkeit, einen U3-Platz zu teilen, *kann* dabei ein Schritt in diese Richtung sein, z.B. in einer Übergangszeit, wenn Eltern  tageweise zur Arbeitsstelle zurückkehren, oder für diejenigen, die in Schicht- oder Wechseldiensten tätig sind.

Keinesfalls kann dies jedoch nach der einfachen Rechnung 1 Platz = 2 halbe Kinder mit gleichem Personalschlüssel erfolgen. Der Mehraufwand pro Kind, der in der Einrichtung u.a. durch den individuellen Zuwendungsbedarf und Bildungsdokumentation anfällt, muss mit einem verbesserten Personalschlüssel kompensiert werden. Weiterhin bedarf es einiger Qualitätsmerkmale, die innerhalb der Kita gewährleistet werden müssen. Hier sind beispielhaft Punkte wie die besondere Förderung benachteiligter Kinder, Mitwirkungsmöglichkeiten der Kinder an der Gestaltung des Alltags und eine gute Kommunikation zwischen Eltern und Pädagogen zu nennen. Die Beibehaltung einer hohen pädagogischen Qualität erfordert  „intelligente“ Konzepte, die gewährleisten, dass alle Kinder –  insbesondere aber die  Unterdreijährigen – feste Bezugspersonen und verlässliche Strukturen haben.
Ein „Platz-Sharing“ entbindet die Kommunen nicht von der Verpflichtung der Bedarfsplanung; es kann nur als Ergänzung des vorhandenen Betreuungsangebotes verstanden werden.

Durch Anzahl und Standort der Kindertagesstätten muss sichergestellt sein, dass für jedes Kind zur Erfüllung des Rechtsanspruchs ein Kitaplatz zur Verfügung steht, der ohne lange Anfahrten besucht werden kann und dem gewünschten Betreuungsbedarf entspricht. Nur so kann eine hochwertige, flexible Bildung und Betreuung und eine gute Vernetzung im Sozialraum im Interesse der Familien umgesetzt werden.

Ob „Platz-Sharing“ eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Betreuungsangebotes sein kann, lässt sich am ehesten aus den Erfahrungen ableiten, die bisher damit in einzelnen Einrichtungen gewonnen wurden, die dies bereits praktizieren. Insbesondere im Rahmen betrieblicher Kinderbetreuung wurden hier Erfahrungswerte gesammelt, die Indikatoren aufzeigen, wie Platz-Sharing und damit auch die Balance zwischen Beruf und Familie gelingen kann. Es bedarf nach Ansicht des LEB in jedem Falle einer unabhängigen wissenschaftlichen Analyse und Begleitung.

Essensgelderhöhungen bedürfen der Zustimmung des Elternbeirats

Verpflegungskosten und KiBiz-Umsetzung

Kürzlich erhielt der Landeselternrat NRW eine Anfrage zum Thema Verpflegungskosten mit der Bitte um eine Stellungnahme. In diesem speziellen Fall wurde gefragt, ob der Jugendhilfeausschuss eine Erhöhung von Verpflegungskosten auch ohne die Zustimmung der Eltern/Elternvertretung beschließen kann.

Einleitend möchten wir erwähnen, dass wir als Landeselternbeirat natürlich keine Rechtsberatung geben können. Wir möchten  jedoch gerne in Form einer allgemeinen Information Stellung beziehen. Für die Prüfung konkreter Einzelfälle empfehlen wir, einen Anwalt zu beauftragen.

Wie regelt das KiBiz die Verpflegungskosten?

In § 9 Abs. 4 Satz 5 und 6 KiBiz heißt es: „Entscheidungen, die die Eltern in finanzieller Hinsicht berühren, bedürfen der Zustimmung durch den Elternbeirat. Hierzu zählen vor allem die Planung und Gestaltung von Veranstaltungen für Kinder und Eltern sowie die Verpflegung in der Einrichtung.“ Wenn politische Gremien eine Erhöhung von Verpflegungskosten beschließen und ein Kita-Träger diesen Beschluss umsetzen würde, ohne die Zustimmung des Elternbeirats der betroffenen Einrichtung einzuholen, läge nach unserer Auffassung ein Verstoß gegen den klaren Wortlaut des § 9 Abs. 4 KiBiz vor.

Rechtsfolgen sind aktuell noch nicht definiert

Es würde sich die Frage nach den Rechtsfolgen dieses Verstoßes stellen. Leider sieht das KiBiz nicht vor, welche Konsequenzen die Nichtbeachtung der elterlichen Mitbestimmungsrechte hat. Bei der anstehenden Gesetzesreform sollte die derzeit bestehende Rechtsunsicherheit für Eltern UND Träger unbedingt durch klarstellende Regelungen beseitigt werden. Hierfür setzen wir uns ein!

Neuer Landeselternbeirat für Kitas gewählt, Ministerin Schäfer begrüßt das große Engagement der Eltern

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:
Familienministerin Ute Schäfer hat zur erfolgreichen Wahl des neuen Landeselternbeirates für die Kindertageseinrichtungen gratuliert. Fünfzehn neue Mitglieder wurden gewählt. Vorangegangen waren die Wahlen von Elternbeiräten in den Jugendamtsbezirken. „Damit gibt es in Nordrhein-Westfalen jetzt zum zweiten Mal die gesetzlich verankerten regionalen und überregionalen Elternbeiräte: von der Kindertageseinrichtung vor Ort bis zur Landesebene“, erklärte Schäfer.
An der Wahl zum Landeselternbeirat haben sich 111 Jugendamtselternbeiräte beteiligt. Es gab 25 Kandidaturen. Die meisten Stimmen erhielt Hilmar Rauhe aus Köln.
Die Ministerin würdigte das gute Miteinander zwischen Landeselternbeirat und Ministerium sowie dessen engagierte Pionierarbeit. Gleichzeitig begrüßte sie die große Beteiligung an den Wahlen zum neuen Landeselternbeirat. „Mit dem 1. KiBiz-Änderungsgesetz haben wir im letzten Jahr die Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern deutlich gestärkt. Die Eltern in NRW nehmen dieses Angebot für mehr Mitsprache an. Die Elternmitwirkung gibt den Anliegen der Kleinsten und ihrer Familien eine Stimme. Dafür danke ich den Eltern sehr herzlich“, sagte Schäfer. Es sei keineswegs selbstverständlich, dass Eltern, gerade diejenigen mit kleinen Kindern, sich neben den Anforderungen von Familie und Beruf in den Kindertageseinrichtungen, den Jugendamtsbezirken und auf Landesebene ehrenamtlich engagierten. Dieser Einsatz mache das gesellschaftliche Verantwortungsgefühl in den Familien deutlich und das wachsende Bewusstsein für den hohen Stellenwert der frühkindlichen Bildung.

„Frühe Bildung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Sie kennen ihre Stärken und ihre Bedürfnisse am besten. Immer mehr Kinder besuchen immer früher eine Einrichtung. Die Zeit, die sie täglich in der Kita verbringen, wird außerdem länger. Deshalb wird die Erziehungspartnerschaft zwischen Einrichtungen und Eltern immer wichtiger. Ich gratuliere allen gewählten Elternbeiräten in den Jugendamtsbezirken und auf Landesebene und freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Landeselternbeirat“, erklärte Schäfer.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Telefon 0211 837-2417.
Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de
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